Tipps zur Schnitzeljagd ( nur Tipps keine Regeln )

  1. Nehmen Sie mehrere Speicherkarten mit
  2. Stellen sie Ihr Aufnahmegerät auf eine kleinere Auflösung ein
  3. Entscheiden sie schon am Weg zur Aufnahmestation welches Foto sie abgeben möchten
  4. Löschen Sie auch schon am Weg alle anderen Fotos
  5. Falls Sie keinen Internetzugang haben, organisieren sie sich vielleicht einen Partner der telefonisch erreichbar ist und vor Internet sitz
  6. Achten sie darauf das keine Themenverfehlung stattfindet, gefunden Sehenswürdigkeit muss am Bild zu sehen sein.
  7. Nehmen sie Regenjacken mit

 

allgemeine Fototipps

Jeder, der sehen kann, kann auch fotografieren; das Sehen lernen kann allerdings lange dauern. Es ist ein Prozess, der die Entwicklung eines Bewusstseins fördert.

“Das Sehen verändert unser Wissen. Das Wissen verändert unser Sehen.” (Jean Piaget.)

Die Gestaltung eines Fotos beginnt im Kopf, wer heute erfolgreich fotografieren möchte, muss das Gewohnte verlassen. Ein Foto ist unabhängig von Kultur und Sprache, es ist in seiner Bedeutung offen, das Wort hingegen ist festgelegt.  – Anders ausgedrückt: Das Foto ist konkret und das Wort bleibt abstrakt. Ein Foto bzw. ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Was bedeutet nun Bildgestaltung?

Bildgestaltung bedeutet eigentlich nichts anderes, als dem Betrachter jene Aussage oder Idee, die dem Bild zu Grunde liegt, möglichst durch einen förderlichen Bildaufbau zu verdeutlichen. Wie nun diese Gestaltung auszusehen hat, ist für jedes Bild individuell. Es gibt kein Gesetz, das besagt, wie ein Bild auszusehen habe, bzw. an welche Regeln sich der Fotograf halten solle.

Geschmack ist vermutlich eine kollektive Angelegenheit. Zu manchen Zeiten und an manchen Orten fällt er einer Gesellschaft einfach in den Schoß.

 

Kamerakauf:

Vor dem Kauf einer Kamera sollte man sich schon Gedanken machen. Der Preis richtet sich am meisten nach der Auflösung und Sonderausstattung der Kamera. Wie hoch die Auflösung wirklich sein sollte hängt vom Einsatzzweck der Kamera ab.

Wer seine Fotos nur im Internet zeigen möchte, auf seiner eigenen Website, oder den Freunden Fotos nur via Laptop zeigt, für den reichen 2 Megapixels aus.

Wer Abzüge machen möchte, sollte folgende Regeln beachten: bis 13×18 Zentimeter sind mit 2 Megapixels in ansehnlicher Qualität möglich. Mit 3 Megapixels sind Ausschnitts-Vergrößerungen und vorzeigbare Abzüge im Format 20×30 drin. Wer mehr Qualität will, ist bei 4- oder 5-Megapixel-Kameras noch nicht gut aufgehoben.

Die Akkus bzw. Akkuleistung ist für viele auch wichtig. Bist Du viel unterwegs, kommst nur selten zur Steckdose? Hier die Dauer sehr wichtig.. Digitalkameras sind Stromfresser. Nur die besseren Kameras schaffen etwa 400 Bilder mit einer Akkuladung. Wer was für die Umwelt machen möchte, sollte Nickel-Metallhydrid-Akkus verwenden. Sie sind bei der Energieaufnahme und Umweltfreundlichkeit die eindeutig besseren.

Welches Speichermedium sollte verwendet werden? Also welche Speicherkarte wird für die gewünschte Kamera verwendet. Hier gilt: besitzt Du ein Handy oder einen Mp3 Player oder PDA, sollte Deine neue Kamera die gleichen Speichermedien nutzen. So kannst Du deutlich sparen und brauchst nicht alles doppelt kaufen.

Fotografieren können heute alle Kameras und darüber hinaus auch Handys. Doch wer ganz billig kauft, muss mit vielen Nachteilen rechnen. Zum Beispiel lange Einschalt- und Reaktionszeit. Nach Druck auf den Auslöser verstreichen oft mehrere Sekunden bis das Foto geschossen ist. Schnappschüsse sind so unmöglich. Aber oft zwingt einen die Kamera auch zu langen Pausen zwischen den Aufnahmen.

Geringe Lichtempfindlichkeit, macht es unmöglich bei schlechtem Licht oder hellen Innenräumen ohne Blitz zu fotografieren.. Flexibler sind Kameras mit einem großen Belichtungsspielraum.

Vergleichbar mit dem Kauf eines neuen Autos, mit wenig Sonderausstattungen, wie z.B.: Serienbilder, Programmautomatik, händischer Weißabgleich, etc…

 

Info-Tabelle: 

Wie viele digitale Fotos passen etwa auf eine Speicherkarte?

10 Megapixel entspricht der Auflösung 3.888 x 2.592

Qualität         Dateigröße (KB)     64 MB                128 MB             256 MB             512 MB                   1 GB

Hohe              5.000                           12                        24                        48                        100                     200

Mittel             2.795                            21                        44                        88                        188                     364

Gering            1.380                           68                      136                      274                        376                     728

 

5 Megapixel entspricht der Auflösung  2.592 x 1.944

Qualität         Dateigröße (KB)     64 MB                128 MB             256 MB             512 MB                   1 GB

Hohe              2.503                           24                        49                        99                        209                     409

Mittel             1.395                           43                        88                       177                        376                      728

Gering            695                            136                      274                      548                        754                   1.426

 

4 Megapixel entspricht der Auflösung 2.272 x 1.704

Qualität         Dateigröße (KB)     64 MB                128 MB             256 MB             512 MB                 1 GB

Hohe              2.002                           30                        61                        122                     244                     512

Mittel             1.116                             54                       110                       210                     470                     910

Gering            556                             136                      274                       472                     943                  1.726

 

3 Megapixel entspricht der Auflösung 2.048 x 1.536

Qualität         Dateigröße (KB)     64 MB                128 MB             256 MB             512 MB                 1 GB

Hohe              1.602                           38                        76                        154                     327                     655

Mittel             893                              68                      137                       276                     587                    1.174

Gering            446                            136                     274                       548                    1.176                  2.351

 

Jeder der Sehen kann, kann auch fotografieren

Nur sehen lernen kann etwas länger dauern. Oft ist der Aufnahmestandpunkt falsch gewählt, es fehlt die Spannung im Foto. Achte darauf einen interessanten Bildaufbau zu bekommen. Fotografiere nicht sofort vom ersten Standort die Sehenswürdigkeit, die Person oder Stadt. Ein Aufnahmeort hat oft viele Facetten. Eine Stadt oder ein Strand, Gebäude etc. ist Leben. Fotografieren Sie also nicht gleich los, erzählen sie mit Ihren Bildern die Geschichte Ihres Urlaubes.

 

Das Hauptmotiv erkennen, Nebensächliches weglassen

Sie sollten am Anfang einmal die wichtigsten Fotomotive herausfinden. Ziehen wir das Beispiel Reisen und Urlaubsfotos heran: Durchsuche Reiseführer, Internetseiten, Bücher, alte Ansichtskarten. Auch Gespräche mit Einheimischen können viel Neues verraten und andere Perspektiven aufzeigen. Angekommen am Foto-Ort, mache es wie ein Profi, schau Dich um. Erkenne das Hauptmotiv, Nebensächliches wie Autos, Mülltonnen, weglassen. Das Hauptmotiv muss nicht immer das einzige und zentriert sein. Personen, Pflanzen, Denkmäler können Vordergrund oder Hintergrund bilden.

Ob eine Palme vor dem Sonnenuntergang, romantische Buchten oder beeindruckende Gebäude, die Motive können noch so schön sein – es wird dennoch ein langweiliges Foto, wenn es nicht harmonisch aufgeteilt wurde. Oft steht das Motiv in der Mitte, dort misst Du schließlich auch die Schärfe. Die besseren Bilder sind aber nach den Regeln des sogenannten goldenen Schnitts aufgebaut. Profifotografen teilen das Bild durch drei – sowohl in der Länge als auch in der Breite.

 

Lichteinfall – Nutze die Sonne!

Die Lichtverhältnisse richtig einsetzen, ist keine Übungssache sondern sind Erfahrungswerte. Fotografiere viel und zur jeder Zeit, kontrolliere dann Deine Fotos am PC und Du wirst merken, dass die besten Lichtverhältnisse generell vor- und nachmittags sind, da hier die Schatten viel kürzer ausfallen.

Fotografiere mit der Sonne, das heißt die Sonne steht Dir im Rücken, so wird der Himmel dunkelblau. Ist ein solcher Standort nicht möglich, würde sich der Einsatz von verschiedenen Filtern empfehlen.

Viele Strandfotos gelingen auf Grund des Gegenlichts nicht. Wenn man gegen die Sonne, statt mit ihr, fotografiert, muss man darauf achten, dass der Vordergrund nicht dunkel wird, während der Hintergrund korrekt belichtet ist. Am besten verwendet man eine Spotmessung und zielt auf einen mittelhellen Bereich. Zum Aufhellen von Personen im Vordergrund empfiehlt sich zusätzlich ein Blitz. Sollte Deine Kamera keine Spotmessung haben, kann man 1-2 Blenden in den Plusbereich regeln.

 

Hoch oder Querformat

Nicht vergessen, dass man eine Fotokamera auch aufstellen kann. Das Haus oder die Palme passen nicht richtig ins Bild? Kann es auch nicht, wenn Du die Kamera so hältst, als ob Du ein Landschaftspanorama fotografieren wollen würdest.

Stellen Sie auch Ihren Partner oder die Freunde nicht direkt vor das Gebäude oder zur Palme, sondern gehen sie nah an die Person heran, so dass sie fast so groß wie das Gebäude ist. Und beide – Mensch und Mauer – sollten ganz auf das Bild passen.

Fast alle Fotokameras sind so gebaut, dass man unwillkürlich im Querformat fotografieren kann. Entscheide bewusst vor jeder Aufnahme, welches Format für Dein Motiv passend ist.

 

Gute Porträts

Den Fotografierten ins rechte Licht zu rücken ist Grundlage für gute Porträts. Natürlich Porträts sind deshalb so schwer, da der Fotografierte meistens eine unnatürliche Haltung einnimmt oder sogar starre Blicke aufsetzt. Natürliche Porträts entstehen am besten, wenn es der Porträtierte nicht ahnt oder in einer vertrauten Situation. Weitwinkelobjektive verzerren die Proportionen. Die Stirn wird flach, die Nase größer als sie ist. Über solche Fotos ist die Freude selten groß. Achte auf einen ruhigen und harmonischen Hintergrund, der nicht vom Fotografierten ablenkt. Palmen, große Farbunterschiede neben dem Kopf, Denkmäler oder Wahrzeichen die aus dem Kopf wachsen, können das Porträt nachhaltig stören. Eine gewisse Unschärfe im Hintergrund bringt den Porträtierten in den Mittelpunkt. Je kleiner der Blendenwert, desto unschärfer der Hintergrund. Viele Sucherkameras stellen das selbsttätig über ihre Porträt-Automatik ein. Die Schärfe sollte auf den Augen liegen.

Ein Porträt ist kein Pass- oder Fahndungsfoto, sondern die Abbildung einer Persönlichkeit!

 

Personen

Eine Person muss nicht immer ganz auf dem Foto oder in der Bildmitte zu finden sein. Ausschnitte wirken oft dynamischer, vor allem bei der Porträtfotografie (z.B. fotografiert man nur einen Teil des Gesichts).

Bei klassischen Porträtfotos stellt man auf die Augen scharf. Es wirkt meist vorteilhafter, wenn der Porträtierte den Oberkörper leicht seitlich dreht, um eine starre Haltung zu vermeiden.

Kinder und Tiere sind ein begehrtes Motiv, hier kann man oft „ungestellte“ Situationen (z.B.: beim Spielen mit der Kamera) festhalten. Um die natürlichen Proportionen beizubehalten, ist es wichtig die „Kleinen“ auf Augenhöhe zu fotografieren.

Wenn man mehrere Personen auf einem Foto festhalten möchte, ist es wichtig darauf zu achten, dass möglichst alle die Augen geöffnet und einen vorteilhaften Gesichtsausdruck haben. Das kann zu einer wahren Herausforderung werden, deshalb ist man gut beraten mehrere Fotos zu machen, um ein wirklich Gutes zu erhalten.

 

Motiv & Perspektive

Wichtig ist es ein Hauptmotiv zu wählen und sich darauf zu konzentrieren.

Interessant ist ein Wechsel der Perspektive (z.B. auf einen Stein klettern oder in die Knie gehen). Versuche auch aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren, denn das verleiht dem Foto Lebendigkeit. Landschaften werden meist im Querformat fotografiert und Personenporträts im Hochformat, wobei man natürlich auch hier experimentieren darf!

Man muss ebenfalls auf den Hintergrund achten, vor allem bei Personen. Mittels Blendeneinstellung kann man die Tiefenschärfe verringern und so das Hauptaugenmerk auf das Hauptmotiv lenken. Der Hintergrund soll nicht vom eigentlichen Thema ablenken und sollte auch farblich stimmig sein.

 

Fotoarchivierung

Durch die digitale Fotografie wird so viel fotografiert wie nie zuvor. Dadurch verfügt man relativ rasch über etliche Dateien, die es zu ordnen gilt. Die Speicherung der Fotos auf dem PC gestaltet sich einfach und übersichtlich, wenn man Ordner thematisch benennt wie z.B.: Griechenland 2013, Geburtstag 2013, etc.!

Eine Sicherung wie zum Beispiel auf einer externen Festplatte oder CD-Rom ist dringend anzuraten, da im Schadensfall alle Fotos und Erinnerungen weg sind.